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Kostenlose Neophytensäcke

Die Säcke können kostenlos bezogen und der regulären Kehrichtabfuhr mitgegeben werden.
Die Säcke können kostenlos bezogen und der regulären Kehrichtabfuhr mitgegeben werden. Bild: neophytensack.ch
Ab dem 5. Januar 2026 bietet auch die Gemeinde Wangen-Brüttisellen kostenlose Säcke zur Entsorgung von invasiven Pflanzen an.

In den 60-Liter-Säcken sollen die fortpflanzungsfähigen Teile von invasiven Pflanzen entsorgt werden. Die vollen Säcke – sofern ausschliesslich mit Neophyten befüllt – können jeweils am Freitag der Kehrrichtabfuhr mitgegeben werden. Sie werden in der Kehrichtverwertungsanlage verbrannt.

Massnahme zum Schutz der einheimischen Pflanzen

Einjähriges Berufkraut, schmalblättrige Greiskraut, amerikanische Goldrute, Sommerflieder, Kirschlorbeer und weitere invasive Neophyten bedrohen gemäss Angaben der Gemeinde die heimische Biodiversität. Nicht nur für die Artenvielfalt würden Neophyten eine Bedrohung darstellen, sondern mit ihren Wurzeln auch Strassen oder Gebäudefundamente beschädigen.

Mithilfe der Bevölkerung nötig

Weiter können gemäss Gemeinde Riesenbärenklau oder Ambrosia beim Menschen heftige Verbrennungen oder Atembeschwerden auslösen.

«Um die Weiterverbreitung dieser exotischen Problempflanzen zu bremsen, sind grosse Anstrengungen notwendig. Die Mithilfe der Bevölkerung ist dabei unerlässlich», schreibt die Gemdinde in ihrer Mitteilung.

  • Das Einjährige Berufkraut gilt als invasive Pflanze (Neophyt) Bild: Gemeinde Fischenthal
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  • Das invasive Schmalblättrige Greiskraut. Bild: LID / Andreas Rockstein/Flickr
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  • Kanadische Goldrute Bild: AdobeStock
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  • Um die Versamung zu verhindern: Beeren vor Samenreife abschneiden und im Kehricht entsorgen. Bild: Umweltberatung Luzern
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  • Der Sommerflieder, auch Schmetterlingsflieder genannt, gilt ebenfalls als Neophyt. Bild: zVg
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Entsorgung – So geht‘s

Im Neophytensack werden alle fortpflanzungsfähigen Teile der Pflanze entsorgt. Bei krautigen Arten wie der amerikanischen Goldrute oder dem schmalblättrigen Greiskraut gehört jeweils die ganze Pflanze in den Sack.

Bei Sträuchern oder Bäumen wie beim Kirschlorbeer oder der Hanfpalme (Tessinerpalme) sind es die beerenartigen Früchte und die Wurzeln. Bei anderen Pflanzen sind es die Samen oder die Hülsenfrüchte, erklärt die Gemeinde weiter.

Der Neophytensack ist eine gemeinsame Initiative der IG Neophytensack Zürich – Schaffhausen sowie der Abfallverbände in Zürich und der KVA Winterthur und KBA Hard in Schaffhausen.

Der kostenfreie Neophytensack ist ab dem 5. Januar bei der Gemeindeverwaltung, Abteilung Bau und Sicherheit, Stationsstrasse 10, oder beim Werkhof an der Haldenstrasse 34 erhältlich.

Informationen zu Ausgabe- und Rückgabemöglichkeiten des Sackes gibt es im Abfallkalender sowie auf der Gemeinde-Homepage.

Telefonische Auskünfte erteilt die Abteilung Bau und Sicherheit unter der Telefonnummer 044 805 91 24.

Allgemeine Informationen zu Neophyten und ihrer effektiven Bekämpfung sind auf www.neophytensack.ch verfügbar.

Uster24/bt
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