Die Schweizer Skirennfahrerin Camille Rast hat in Kranjska Gora ein bemerkenswertes Doppel-Triumphwochenende gefeiert. Nach ihrem historischen Erfolg im Riesenslalom am Samstag legte die 26-Jährige am Sonntag nach und gewann auch den Slalom.
In Topform
Rast, die bereits seit ihrer Slalom-WM-Goldmedaille 2025 als Hoffnungsträgerin gilt, präsentierte sich in beiden Rennen nervenstark und präzise.
Im Riesenslalom führte sie bereits nach dem ersten Lauf und verteidigte ihren Vorsprung souverän. Am Sonntag zeigte sie im Slalom eine beeindruckende Kombination aus Rhythmusgefühl, Mut und Technik und distanzierte die Konkurrenz erneut klar.
Mit dem Slalomsieg beendet sie zudem die Dominanz von Mikaela Shiffrin in dieser Disziplin – ein weiterer Beweis dafür, dass Rast im Begriff ist, sich an der Weltspitze festzusetzen.
Erfolg mit schwerem Herzen
Wie schon am Samstag fuhr Rast mit einem schwarzen Trauerflor – ein stilles Zeichen für die über 40 Todesopfer und die zahlreichen Verletzten des verheerenden Brandes in Crans-Montana. In Interviews erklärte sie, sie habe die Rennen «mit den Gedanken bei den Betroffenen» absolviert und hoffe, «ein kleines Licht in einer sehr dunklen Zeit» senden zu können.
Ein historisches Wochenende
Mit den zwei Siegen in 24 Stunden schreibt Rast Schweizer Skigeschichte: Es ist der erste Schweizer Riesenslalom-Sieg in Kranjska Gora seit Vreni Schneider (1991). Der Slalom-Sieg am Folgetag ist ein seltenes Double im Weltcup und zwei Weltcup-Siege innert eines Wochenendes sind eine Premiere für Rast.